Meine Top 3 der Weltumrundung

Apr 27, 2015
Torsten

Immer wieder wurde ich gefragt, welches meine schönsten Momente auf der Reise waren. Fragen dieser Sorte habe ich oft zögerlich und manchmal gar nicht beantwortet. Damit ist nun Schluss, denn mittlerweile haben sich die Bilder im Kopf sortiert.

In diesem Beitrag erfahrt ihr etwas über die aufwühlendsten, spektakulärsten, gefährlichsten … Momente des Südkreisprojektes, eingeteilt in sieben Kategorien. Ich spreche dabei  auch Geschichten an, die bisher noch nie eine Rolle spielten. Mehr dazu erfahrt ihr später, im Rahmen der Vorträge.


Überwältigende Augenblicke

1. Chile (Grenze zu Bolivien). Sternenhimmel auf 4700 Metern Höhe. Keine Wolken und keine Zivilisation in der Nähe. Unbeschreiblich schön.

2. Namibia. Flug über die Weiten der Namib-Wüste. Die älteste Wüste der Welt, fotografiert aus einer Trainingsmaschine chinesischer Kampfpiloten. Einmalig. (Link zum Beitrag)

3. Australien. Sonnenuntergang an der Westküste. Farbspiel der Superlative.

Aufwühlende Momente

1. Südafrika. Ein Planungsfehler bescherte mir drei nervenaufreibende Stunden am Kaptstadter Flughafen. Beinahe hätte ich nicht, wie geplant, nach Australien einreisen dürfen. Die Situation löste sich erst 37 Minuten vor dem Abflug. Last Minute der Superlative.

2. Australien. Es gab einige Tage an der Westküste, an denen ich mich zurechtfinden musste. Wenig für’s Auge, dafür viele Gedanken im Kopf. (Link zum Beitrag)

3. Argentinien. Ankunft in Bahia Blanca. Es war ein befreiendes, aber auch komisches Gefühl, die letzte Etappe der Weltumrundung geschafft zu haben.

Gefährliche Situationen 

1. Südafrika (Klettern). Am letzten Abend, beim Abstieg vom Lions Head (Kapstadt), wählte ich einen Weg, den ich besser nicht hätte wählen sollen. Die letzten 20 Meter hatten es in sich – ein Seil wäre angebracht gewesen.

2. Tasmanien (Radsturz). Auf einer unbefestigten Abfahrt sprang mein Vorderrad über einen Stein und ich segelte in den Straßengraben.

3. Namibia (Autofahrt). Ein mir entgegenkommender Autofahrer verschätzte sich beim Überholen und rauschte plötzlich direkt auf mich zu. Viel hätte nicht gefehlt und es wäre zu einem Frontalzusammenstoß in der Kalahari-Halbwüste gekommen.

Wo ich noch einmal hinfahren würde

1. Tasmanien (Australien)

2. Patagonien (Chile/Argentinien)

3. Namibia

Schmerzhafte Stunden

1. Lesotho. Am Abend vor meinem Geburtstag hatte ich etwas Falsches gegessen. In der Nacht plagte ich mich dann mit heftigen Magenkrämpfen. Und das auf 3000 Metern Höhe, bei Sturm, in einer schlecht isolierten Hütte auf dem Sanipass.

2. Namibia. Beim Klettern auf die Spitzkoppe rutschte ich am Beginn der Tour drei Meter auf dem Bauch einen Stein hinab. Die Aktion war ungefährlich, die Schürfwunden allerdings schmerzhaft.

3. Chile. Auf dem Beginn der Radtour vom Pazifik zum Atlantik machte mir meine linke Achillessehne zu schaffen. Ich hatte einige Tage mit den Schmerzen zu kämpfen. Eine veränderte Sattelposition, Unmengen an Schmerzgel und ein Tape lösten die Situation schließlich.

Lieblingsstädte

1. Sydney (Australien)

2. Kapstadt (Südafrika)

3. Hobart (Tasmanien/ Australien)

Adrenalingeladene Erlebnisse

1. Tasmanien. Landeanflug auf dem Weg in die tasmanische Wildnis. Der Pilot verschätzte sich und wir wären fast 20 Meter vor der kurzen Schotterpiste (im Gestrüpp) ‚bruchgelandet‘. Das war knapp und alle Insassen waren danach hellwach.

2. Argentinien. Auf der 11. Etappe der Radtour wurde ich von einem offenbar geistig verwirrten Autofahrer angegriffen. Erst drängte er mich von der Straße ab, bevor er mich mit Steinen beschmiss und mich lautstark anpöbelte. Die Situation beruhigte sich, bevor Schlimmeres passieren konnte.

3. Namibia. Schlussanstieg auf die Spitzkoppe (1712 Meter). Ohne Sicherung über glatten Granit, hunderte Meter über dem Erdboden. (Link zum Beitrag)

 

Auf den letzten Metern. (Spitzkoppe, Namibia)


Eurer Meinung nach fehlt hier eine Kategorie? Dann lasst mich das wissen! Ihr erreicht mich über das Kontaktformular.

 

 

2 Comments. Leave new

Lutz Wolfram
4. Mai 2015 17:11

Die Beschreibung so vieler schöner und auch unglaublicher Momente lassen in mir das Gefühl aufkommen bisher Einiges verpasst zu haben. Aber noch ist es ja nicht zu spät.
Meine Anerkennung und mein (wohlwollender) Neid sind Ihnen gewiss!
Beste Grüße

Lutz Wolfram

Antworten
Tobias Hachmeier
20. Mai 2015 13:49

Ey Bruder geiler shit ;D
erzähl mir bitte mehr davon…
kann ich das nächste mal mitkommen? :b

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