Vom Traum zur Realität

Sep 27, 2014
Torsten

Es begann mit einem weißen Blatt. Vor exakt 325 Tagen saß ich an meinen Schreibtisch, schloss die Augen und dachte über die Zukunft nach. Was bis dahin sporadisch und als flüchtiger Traum durch mein Gehirn huschte, erreichte an jenem Oktobertag eine neue Dimension. Ich realisierte, dass sich 2014 die Möglichkeit eröffnen würde, die vage Vorstellung in ein konkretes Projekt umzuwandeln. Mit dem Bleistift hielt ich die ersten Ideen fest, veranschaulichte mir die Rahmenbedingungen und kritzelte kryptische Grafiken aufs Papier. Bis tief in die Nacht hinein ließ ich meiner Fantasie auf diese Art und Weise freien Lauf, dann sank ich todmüde aber hochzufrieden ins Bett. An diesem Tag wurde mir klar: Ich werde ab Ende 2014 die Welt umrunden.

Weniger klar war mir die Tatsache, welch immenser Planungsaufwand auf mich zukommen würde. Je mehr ich mich mit dem Projekt beschäftigte, umso mehr „Baustellen“ taten sich auf. Im Kern stand und steht die Überlegung, wie sich Abenteuer und Sicherheit verbinden lassen. Sieben Anläufe und etliche Überarbeitungen benötigte ich, um die Reiseroute zu entwerfen. Den ersten Flug (Frankfurt – Windhuk) buchte ich im Februar, den letzten (Buenas Aires – Berlin) erst vor drei Wochen.

Das Thema Sponsoring entwickelte sich über die Monate zu einem zentralen Gegenstand. Bei „Südkreis“ stelle ich höchste Anforderungen an das Material. Denn es wäre fatal, wenn im Sturm die Zeltwand reißen würde, oder sich irgendwo im Nirgendwo eine Schuhsohle verabschiedet… Umso glücklicher bin ich, Partner an meiner Seite zu haben, die mir erstklassige Ausrüstung zur Verfügung stellen: Aigle (Wüstenstiefel), Petzl (Stirnlampe), Salewa (Zelt), Scott (Trailschuhe), Suunto (GPS-Uhr) und Yeti (Schlafsack) unterstützen mich. Alle diese Marken habe ich auf den Reisen der vergangenen Jahre intensiv getestet und vertraue ihnen daher zu 100 Prozent!

Besonders erfreulich ist auch die Zusammenarbeit mit der DEEG, einer Firma für Werkzeuge, Maschinen und Industriebedarf. Gestern durfte ich einen Karton voller Funktionsbekleidung vom Hennigsdorfer Niederlassungsleiter, Frank Lüders, entgegennehmen. Vielen Dank!

Torsten Weigel und Frank Lüders

Übergabe der Funktionsbekleidung in der Hennigsdorfer DEEG-Niederlassung.

23 Tage bleiben mir noch und Langeweile ist derzeit ein Fremdwort… Folgende Dinge stehen (unter anderem) auf der To-do-Liste: Ausrüstungsgegenstände ergänzen und prüfen, Tropeninstitut und Zahnarzt besuchen, Landkarten studieren, Logistik verfeinern. Speziell der letzte Punkt raubt mir den Schlaf. Ich muss mich auf Sonne und Regen ebenso einstellen, wie auf Temperaturen von -10 und + 40°C. Stellt euch den Berg an Bekleidung vor… und nun einen 80-Liter-Rucksack… Zelt, Isomatte und Schlafsack müssen natürlich auch mit… Erinnerungen an das Tetris-Spiel werden wach. Doch dazu später mehr…

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