Zwei Räder, eine Mission (Etappenübersicht)

Mrz 25, 2015
Torsten

In diesem Beitrag findet ihr tagesaktuelle Informationen zur Radtour. Die Karte zeigt unseren gegenwärtigen Standort auf 20 Meter genau. Sofern wir Internet haben, werden wir ein paar Zeilen mehr schreiben. Im Regelfall, wenn wir fernab der Zivilisation unterwegs sind, wird Max die Informationen bereitstellen, die ich per Satellit verschicke.

Kurze Zwischenmeldungen gibt es, wie gewohnt, bei den Tagesupdates. Unser letzter Etappenzwischenpunkt ist täglich jeweils grün eingefärbt auf der Karte im Vorschaubeitrag zur Radreise zu sehen.

Die Tour fand im Zeitraum vom 4. bis 26. März 2015 statt. Nach rund 1500 Kilometern erreichten wir nach 16 Fahrtagen Bahia Blanca, der Atlantikküste.


Etappe 16: Medanos – Bahia Blanca (~48 Kilometer) / 26. März

Bisher absolviert: 1492 Kilometer // Noch zu fahren: 0 Kilometer

Die letzten Kilometer der Tour stellten uns vor keine große Herausforderung, sehen wir vom stetig zunehmenden Verkehr mal ab. Als wir die ersten Möwen kreischen hörten und Wasserflächen sahen machte sich die Gewissheit breit, dass wir es geschafft haben. Um 13.40 Uhr (OZ) erreichten wir unsere Unterkunft in Bahia Blanca. Es ist der Schlusspunkt – die Tour ist geschafft!

Etappe 15: Rio Colorado – Medanos (130 Kilometer) / 25. März

Zugegeben, schon vor der Abfahrt in Rio Colorado schielten wir auf Medanos als Endpunkt der 15. Etappe. Nur laut ausprechen wollten wir das nicht. Denn am vorletzten Tag unseres Radabenteuers wollten wir eines vermeiden – Stress. Dementsprechend gemütlich ließen wir es angehen. Am Ende wurden es, trotz Speichenbruch und Gegenwind, 130 Kilometer. Gegen 19 Uhr erreichten wir Medanos. Müde, aber zufrieden. Wir sind nun in der komfortablen Situation, die kurze Schlussetappe in vollen Zügen genießen zu können.

Der 24. März ist ein Ruhetag in Rio Colorado. Es ist die letzte Pause auf dieser Tour, bevor wir ab Mittwoch den zweitägigen Endspurt beginnen.

Etappe 14: Choele Choel – Rio Colorado (145 Kilometer) / 23. März

Diese Etappe wird uns in besonderer Erinnerung bleiben. Und das aus mehreren Gründen: 1. Es war die letzte ‚Marathonetappe‘ der Tour und mit 145 Kilometern auch unübertroffen lang. 2. Ging es nur geradeaus, auf der gesamten Strecke gab es keine einzige Kurve. 3. War es die schnellste aller Etappen – wir waren mit einem Stundenmittel von exakt 25 km/h unterwegs. Vor allem der dritte Punkt war alles andere als absehbar. Denn der Wind stand ungünstig, er kam aus Osten und bließ und damit genau ins Gesicht. Allerdings ließen wir uns davon nicht beeindrucken und fanden schnell einen guten Rhythmus. Kurzum – es war ein absolut gelungener Tag, der uns unserem Endziel ein großes Stück näher gebracht hat.

Der 22. März ist ein Ruhetag – der vorletzte dieses Radabenteuers! Wir genießen es, einfach mal nichts zu tun. Naja, so ganz zur Ruhe kommen wir nicht. Gerald ist auf der 13. Etappe eine Speiche gebrochen. Diese müssen wir heute austauschen. Glücklicherweise, konnten wir das passende Material bereits organisieren.

Etappe 13: Villa Regina – Choele Choel (140 Kilomeer) / 21. März

Hätte man uns vor der Etappe erzählt, dass wir die 140 Kilometer ohne große Mühe zurücklegen würden, hätten wir wahrscheinlich nur müde gelächelt und abgewunken. Denn vor der bis dahin längsten Tagestrecke hatten wir großen Respekt. Dementsprechend konzentriert gingen wir zu Werke: Abwechselnd fuhr einer von uns für zehn Kilometer vorne, während sich der andere im Windschatten ausruhen konnte. Alle 20 Kilometer machten wir eine kurze ‚Kekspause‘. Die Taktik ging auf. Unterm Strich war die 13. Etappe damit nicht nur der längste, sondern auch der schnellste Tagesabschnitt. Das Stundenmittel von 24,35 km/h ist bisher unübertroffen.

Etappe 12: Neuquen – Villa Regina (96 Kilometer) / 20. März

Mit einer reinen Fahrzeit von 4:20 Stunden für die 95 Kilometer lange Strecke war die 12. Etappe eine der schnellsten der bisherigen Tour. Mit einem guten Gefühl – und vor allem ohne unangenehme Überraschungen – spulten wir unser Pensum ab und erreichten Villa Regina bereits in den Nachmittagsstunden.

Vom guten Etappenverlauf mal abgesehen gibt es einen weiteren Grund zum Anstoßen: Nach 67 Tageskilometern haben wir eine für uns magische Grenze passiert: Seit dem Beginn der Radtour haben wir 1000 Kilometer absolviert!

Freude am Straßenrand - 1000 Kilometer sind geschafft!

Freude am Straßenrand – 1000 Kilometer sind geschafft!

Der 18. und 19. März sind Ruhetage in Neuquen. Nach 933 Kilometern auf dem Fahrrad ruhen wir uns aus und bereiten den Endspurt vor. Noch rund 500 Kilometer trennen uns von Bahia Blanca, unserem Endziel. Am 20. März geht es weiter. Dann wird (hoffentlich) auch Geralds Gepäckträger wieder funktionieren und ich werde einen neuen Beitrag veröffentlicht haben.

Etappe 11: Pampa – Neuquen (134 Kilometer) / 17. März

Der Tag begann nach Plan. Wir kamen gut in Tritt und rollten zügig durch die Gegend. Doch damit war es nach 60 Kilometern vorbei – Geralds Fahrradträger gab den Geist auf. Keine Chance für ihn, die Fahrt fortzusetzen. Planänderung. Wir suchten eine Mitfahrgelegenheit für Gerald und ich reduzierte mein Gepäck. Während mein Mitstreiter notgderungen im Auto nach Neuquen rollte, saß ich bald wieder auf dem Rad. Die restlichen 74 Kilometer absolvierte ich ziemlich flott und mit einem guten Gefühl. Allerdings gab es da noch eine Begegnung, auf die gerne verzichtet hätte. Dazu später mehr.

Dies ist das Höhenprofil der Strecke von Rincon nach Neuquen. In drei Tagen wollen wir die rund 250 Kilometer bewältigen. Nach Abschluss der jeweiligen Tagesetappe werden wir unseren aktuellen Standort auf dieser Grafik markieren.

Dies ist das Höhenprofil der Strecke von Rincon nach Neuquen. Der Plan sah vor, die 240 Kilometer in drei Tagen zu absolvieren. Allerdings kamen wir schon nach zwei Tagen an. Den ‚gewonnenen‘ Tag werden wir als zusätzlichen Ruhetag nutzen.

 

Etappe 10: Rincon de los Sauces – Pampa (106 Kilometer) / 16. März

Eigentlich sollten es lockere 75 Kilometer werden, doch am Ende wurden es deutlich mehr. Die Ursache waren wohl die Freude über die gute Straße und die Tatsache, dass wir der Hitze (38 Grad Celsius) möglichst schnell entfliehen wollten.

Der 15. März ist ein Ruhetag in Rincon de los Sauces. Nachdem wir 300 Kilometer in drei Tagen absolviert haben, ist eine Pause angebracht. Unsere Körper benötigen Zeit, um sich zu regenerieren und die Fahrräder müssen auf ihre Funktionsfähigkeit hin untersucht werden.

Insgesamt haben wir bisher 693 Kilometer zurückgelegt, rund 2/3 davon auf unbefestigten Straßen. Das entspricht (Luftlinie) in etwa der Strecke von Hamburg nach Basel (Schweiz). Damit liegen wir gut im Zeitplan.

Seht ein kurzes Video, aufgenommen auf den letzten Kilometern vor Rincon de los Sauces. Bitte verzeiht uns den Schleier auf der Linse und die Windgeräusche. Aber nach sieben Stunden auf dem Rad waren unsere Blicke nicht (mehr) sehr scharf…

Etappe 9: Rio Colorado – Rincon de los Sauces (94 Kilometer) / 14. März

Was für ein Tag. Erst hatte Gerald einen platten Reifen, dann forderte uns die Strecke auf Äußerste: Extrem ausgefahrene Schotterstraßen mit etlichen Sandpassagen erschwerten das Vorankommen enorm. Kilometer um Kilometer kämpften wir uns bei großer Hitze über die ‚Piste‘. Angetrieben wurden wir von einem Ziel – der Ankunft in Rincon de los Sauces. (Erst) gegen 20 Uhr rollten wir in den Ort hinein. Zivilisation. Duschen, essen, ab ins Bett.

Etappe 8: Laguna Nueva – Rio Colorado (94 Kilometer) / 13. März

Einem behäbigem Start folgten eine rasante Abfahrt und ein stundenlanger Kampf gegen den Wind. Die letzten 25 Kilometer legten wir auf unbefestigter Straße zurück und genauso wird es weitergehen. Das Ziel der 9. Etappe ist Rincon de los Sauces.

Etappe 7: Bardas Blancas – Laguna Nueva (110 Kilometer) / 12. März

Nachdem wir 50 Kilometer in 2:04 Stunden absolviert hatten, wurden wir böse überrascht. Die Routa 40 – eine große nationale Straße – wurde schlagartig zu einer schlechten Schotterpiste.

Dennoch haben wir es bis Markierung II geschafft. In anbetracht der schlechten Rahmenbedingungen haben wir das Maximum herausgeholt.

 

Der 10. und 11. März sind Ruhetage in Malargüe. Nach rund 400 Kilometern auf dem Fahrrad und einer erfolgreichen Andenüberquerung gönnen wir uns eine Pause, um die Akkus wieder aufzuladen. Planen, Packen und Putzen stehen auf der Tagesordnung.

Im Video erzählen wir, wie wir uns fühlen und wie es weitergeht.

Etappe 6: Andenetappe III bis Bardas Blancas (91 Kilometer) / 9. März

Nach einer stürmischen Nacht im Zelt dauerte es ein wenig, bis wir in Schwung kamen. Die Strecke machte es uns nicht leicht. Auf den ersten 45 Kilometern hatten wir abwechselnd Sand- und (schlechte) Schotterpisten unter den Reifen. Dazu ging es ständig auf und ab. Den zweiten Tagesteil verbrachten wir im ‚Windkanal‘ – trotz bester Straßenverhältnisse kamen wir kaum voran. Neben all diesen Strapazen gab es noch eine positive Überraschung: Nach 90 Tageskilometern nahm uns ein LKW mit nach Malargüe (von Bardas Blancas). Ein Glücksfall für uns, da wir ansonsten – durch die erzwungene Routenänderung – einen 70-Kilometer-Umweg in Kauf hätten nehmen müssen.

Etappe 5: Andenetappe II (70 Kilometer) / 8. März

Die Andenquerung verlangt uns einiges ab. Nachdem wir den Vergara-Pass gemeistert hatten, ging es kräftezehrend weiter. Jeden Kilometer müssen wir uns hart erarbeiten. Es ist ein besonderes Erlebnis.

Etappe 4: Andenetappe I (38 Kilometer) / 7. März

Wir sind uns einig, dass wir noch nie soviel Zeit und Kraft für 38 Kilometer gebraucht haben. Der heutige Ritt war ein Knochenjob, aber die Kulisse ist ein Traum.

Etappe 3: Curico – Anden (60 Kilometer) / 6. März

Es ging entspannt los und wurde mit jedem Kilometer härter. Die Etappe war eine erste Bewährungsprobe. Nach einem Bad im Fluss kehrten die Lebensgeister zurück.

Etappe 2: Duao – Curico (60 Kilometer) / 5. März

Die Strecke rollte sich heute gut weg. Es war  wohl vorerst die letzte Flachetappe – ab morgen geht’s in die Berge. Doch vorher werden wir ausgiebig unsere Unterkunft genießen. Dieses Quartier ist eine Geschichte für sich… ;-)

Den Auftakt haben wir damit erfolgreich gemeistert:

Etappe 1: Duao – La Huerta (76 Kilometer) / 4. März

Der Auftakt ist geschafft. Die 76 Kilometer nach La Huerta haben wir mit einem guten Gefühl absolviert. Jetzt gibt’s Eis. Morgen geht’s nach Curico weiter.

5 Comments. Leave new

Ich wuensche Euch einen guten Tritt.
Hoffentlich macht Ihr nicht schlapp auf dem Anstieg :-).
Gute Bremsen dann beim „Flug“ dann wieder hinab.
willi

Antworten

Hey,
das sieht spannend aus, euer aktueller standort in den anden. klar schafft ihr das – und nehmt eindrücke für´s leben mit. macht weiter so! und natürlich vielen dank für die vielen tollen bilder und berichte!
grüße aus dem sonnigen berlin
karsten

Antworten
Vater Kaeding
16. März 2015 17:11

Hallo Gerald und Torsten, danke für die Geburtstagsgrüße. Ich bin begeistert von Euren Berichten und Drücke die Daumen, dass Ihr die nächsten Abschnitte auch erfolgreich meistert. Viele Grüße von Vater Kaeding

Antworten

Vielen Dank, euch allen, für die guten Wünsche!
Wir geben uns Mühe, dass es auch weiterhin spannend bleibt… ;-)

Antworten

Hallo Torsten und Gerald, genießt die „Zieleinfahrt“ in den Atlantik!
1500 liebe Grüße von MoKl.

Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close