„Mücken?“ Ungläubig wiederholte der Flughafenarzt – beim Prüfen der Fluggäste auf Ebolasymptome – die Frage eines besorgten Touristen. Lauthals lachend antwortete er: „Keine Sorge, die würden hier im Flug verbrennen!“ Recht hat er. Das Hinterland Namibias ist derzeit durch eine Hitzephase geprägt. 37°C (im Schatten) wurden gestern in Windhuk gemessen, heute zeigte das Thermometer immerhin 34°C. Die Luft ist trocken, nur eine leichte Briese und einige kleine Wolken sorg(t)en für etwas „Abkühlung“.

„Mach ruhig“, riet mir am Morgen ein Einheimischer. Diesen Ratschlag nahm ich mir zu Herzen. Mit einer dicken Schicht Sonnencreme auf der Haut schlenderte ich gemütlich in die Innenstadt, um meinen Mietwagen abzuholen. 20 Minuten später war es mit der Ruhe dann abrupt vorbei. Linksverkehr, volle Straßen und Anfahren am Berg – es war mein erstes (kleines) Abenteuer auf dieser Reise. Vor allem aber eine echte koordinative Herausforderung. Mindestens dreimal habe ich heute anstelle des Blinkers den Scheibenwischer ausgelöst…

Abendlicher Blick auf Windhuk.

Abendlicher Blick auf Windhuk. Rund 400.000 Menschen leben in Namibias Hauptstadt.

Knapp 24 Stunden bin ich jetzt in Windhuk. In dieser Zeit habe ich interessante Gespräche geführt, erste Eindrücke gesammelt und mich mit Lebensmitteln eingedeckt. Besonders wichtig: 20 Liter Wasser lagern nun im Kofferraum meines Toyotas. Im Falle einer größeren Panne muss ich mich darauf einstellen, zwei bis drei Tage nicht vom Fleck zu kommen. Und noch einen Hinweis habe ich heute erhalten: „Wenn du eine Tankstelle siehst und der Füllstand sich der Hälfte annähert, dann nutz die Chance!“ Das Tankstellennetz sei spärlich und Benzin nicht immer verfügbar. Ich bin gespannt. Morgen geht es in Richtung Süden weiter. Dann werde ich mich auf Spurensuche begeben: Die vielseitige Geschichte des Landes reizt mich ebenso, wie die geologischen Besonderheiten.

Über den Menüpunkt GPS-Tracking und Tagesupdates könnt ihr mir auf Schritt und Tritt folgen. Stündlich aktualisiert sich die Karte, zweimal am Tag (morgens uns abends) sende ich ein kurzes Statusupdate. In diesem Sinne – raus aus der Komfortzone und rein ins Abenteuer. Bis bald!