5 Fragen an Gerald

Mrz 22, 2015
Torsten

Die 6. Etappe der Weltreise unternehme ich zusammen mit Gerald. Im Vorschauvideo verriet er, dass diese Tour für ihn eine doppelte Premiere darstellt: Es ist seine erste Fernreise und gleichzeitig seine erste lange Radtour.

Mittlerweile sind wir etwas mehr als drei Wochen gemeinsam unterwegs, haben 1169 Kilometer auf dem Fahrrad absolviert und dabei so manches Abenteuer bestanden. Anlass genug, Gerald fünf Fragen zu stellen.

Trotz aller Strapazen ist Gerald nach wie vor für einen Scherz zu haben.

Trotz aller Strapazen ist Gerald nach wie vor für einen Scherz zu haben.

1. Gerald, du bist seit drei Wochen rund 12.000 Kilometer von der Heimat entfernt. Wie fühlt sich das für dich an? Hast du die Situation mittlerweile vollständig realisiert?

Am Anfang dachte ich, dass ich träume. (lacht) Aber dann ging es eigentlich ganz schnell und spätestens, seit dem wir auf dem Fahrrad unterwegs sind, bin ich vollständig angekommen. Davon abgesehen lässt sich die Entfernung nur schwer begreifen. Es ist sehr abstrakt.

2. Es ist deine erste Tour fernab Europas. Als ‘Einstiegsreise’ ist unser Trip eigentlich ungeeignet, denn wir durchquer(t)en tagelang Gegenden, die wir als Mondlandschaften bezeichnen. Immer wieder sprechen wir davon, dass uns die Umgebung ‘nicht umarmt’. Bist du jetzt abgeschreckt, wenn du an Südamerika denkst?

Nein, das bin ich nicht! Zugegeben, es gibt bestimmt einladenere Landschaften. Aber Südamerika ist groß und ich kann und werde nicht von einem Ausschnitt auf den ganzen Kontinent schließen. Davon abgesehen hatten auch die ödesten Landschaften etwas Schönes – besonders in den Morgen- und Abendstunden.

3. Was hat dich bisher besonders beeindruckt?

Das Baden im Pazifik, in den hohen Wellen, war toll. Schön waren auch die Nächte unter freiem Himmel, speziell in den Anden.

4. Stichwort Material. Du musstest dir in Santiago ein Fahrrad kaufen, weil die chilenische Post deines nicht zugestellt hat. Seit einer knappen Woche wirst du fast täglich von Defekten geplagt. Trotzdem hast du bisher nie die Beherrschung verloren. Wie schaffst du das?

(Lacht) Platte Reifen, ein defekter Gepäckträger und dann der Speichenbruch auf der 13. Etappe – Das Fahrrad wird wohl über die Maßen hinaus belastet…Aber ich sehe das recht pragmatisch und bin froh, dass die Pannen bisher immer an strategisch günstigen Positionen passiert sind. Somit ließen sich die Probleme verhältnismäßig leicht lösen. Emotionen sind dennoch dabei. Als mir auf der 11. Etappe der Gepäckträger brach und ich im Auto nach Neuquen fahren musste, war ich schon enttäuscht. Immerhin „fehlen“ mir damit 70 Kilometer, um sagen zu können, die Strecke komplett bewältigt zu haben. Das ist nicht dramatisch. Aber das i-Tüpfelchen fehlt halt…

5. Worauf freust du dich in den verbleibenden elf Tagen?

Besonders fiebere ich der Ankunft in Bahia Blanca entgegen. Der Abschluss der Radtour ist bestimmt ein tolles Gefühl. Und dann freue ich mich auf ein paar entspannte Tage am Atlantik. Mit Mietwagen, statt Fahrrad.


Am kommenden Dienstag (24. März) drehen wir den Spieß um. Dann beantworte ich Fragen, die mir Gerald stellt. Ihr könnt ihn bei der Ideenfindung unterstützen. Bis Dienstag, 12 Uhr deutsche Zeit, könnt ihr ihm über das Kontaktformular zuarbeiten.

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