Ihr habt gefragt, ich antworte. Fünf Unklarheiten möchte ich in diesem Beitrag klären. Außerdem löse ich die Schätzfragen auf und gebe die Gewinner des Spiels bekannt.

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Mit Ausnahme einer kaputten Hose gingen bisher alle Klettereien problemlos über die Bühne.

Mit Ausnahme einer kaputten Hose gingen bisher alle Klettereien problemlos über die Bühne.

1. Sechs Wochen bist du nun schon unterwegs und hast viele spannende Dinge erlebt. Was war bisher das Highlight deiner Tour?

Die luftigen Klettereien, etwa an der Spitzkoppe, dem Kompassberg oder bei Hermanus, waren toll. Diese Aktionen forderten Körper und Geist gleichermaßen und belohnten mit spektakulären Blicken. Auf eine andere Art und Weise waren die vielen Gespräche sehr prägend – und werden mir als „zwischenmenschliche Höhepunkte“ der (bisherigen) Tour in Erinnerung bleiben. Besonders authentisch waren für mich die Unterhaltungen mit Shilongo (dem Nachtwächter vom Lüderitzer Campingplatz), Thorsten (Namtib-Farm) und Hester (Ganora-Farm).

2. Welche menschlichen Begebenheiten und welche Naturschauspiele haben die tiefsten „Riefen“ im Kopf hinterlassen?

Der Sturm und die aus dem Tal aufsteigenden Wolken in den Drakensbergen waren beeindruckend. Ebenso die gewaltigen Wellen bei Port Edward, an der Wildcoast.

Im Bezug auf die menschlichen Begebenheiten sind es vor allem die großen Gegensätze, die „Riefen im Kopf“ hinterlassen. Die Spannweite reicht von den sehr einfachen Lebensbedingungen, etwa in den Drakensbergen oder den Townships, bis hin zu sehr luxuriösen – und oft westlich geprägten – Wohnsituationen. Diese Unterschiede sind offensichtlich, gravierend und regen zum Nachdenken an.

    Wind und Wellen an der Wildcoast. Nach diesem Fotoshooting konnte Martin Wasser aus seinen Wanderstiefeln kippen.

Wind und Wellen an der Wildcoast. Nach diesem Fotoshooting konnte Martin Wasser aus seinen Wanderstiefeln kippen.

3. Gab es brenzlige Situationen in irgendeiner Hinsicht?

Fast hätte ich meine T-Shirts zu heiß gewaschen. 😉 Im Ernst, bisher gab es keine Situationen, die besonders bedrohlich waren. Nach wie vor fühle ich mich gut vorbereitet und profitiere von den Erfahrungen vergangener Reisen.

Wenn es doch mal heikel wurde, dann betraf es mich nicht direkt: So hätte es in Namibia vor meinen Augen beinahe einen schweren Autounfall gegeben und beim Abstieg von der Spitzkoppe verstauchte sich einer der beiden Guides einen Knöchel.

4. Welche Unterschiede in der Mentalität der Menschen konntest du zwischen Namibia und Südafrika beobachten?

Mein Eindruck ist, dass die Menschen in Namibia sehr stolz auf ihre Heimat sind und eine gewisse Grundzufriedenheit ausstrahlen (siehe „Eine Nacht in Lüderitz“). In Südafrika sind die sozialen Unterschiede wesentlich stärker ausgeprägt. Das hat auch Einfluss auf die Menschen. Unsicherheit und Angst sind Gemütszustände, die ich in Südafrika – in unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen – stärker wahrgenommen habe, als in Namibia. Etwa bei weißen Farmern (die Angst vor Enteignungen haben) und schwarzen Taxifahrern (die trotz Rentenalters noch fahren müssen, um sich den Lebensunterhalt zu sichern).

Es ist allerdings schwierig die Mentalitäten der Menschen pauschal zu vergleichen. Namibia und Südafrika sind riesige Länder, mit großen regionalen Unterschieden.

Dieser Schnappschuss, aufgenommen aus dem Auto in Namibia, zeigt Paviane am Straßenrand.

Dieser Schnappschuss, aufgenommen aus dem Auto in Namibia, zeigt Paviane am Straßenrand.

5. Habt Ihr die Affenplage in Kapstadt selbst erlebt?

Nein. Ich habe davon gehört, aber nichts mitbekommen. Generell gibt es landesweit (wenngleich regional sehr unterschiedlich) große Probleme mit Affen. Besonders die Paviane sind nicht gerne gesehen, weil sie Schafe reißen und (selten) auch Menschen angreifen.

Generell könnt ihr mir, bevorzugt über das Kontaktformular, jederzeit Fragen zum aktuellen Reiseland oder meiner Tour im Allgemeinen schicken. Spätestens am Ende der jeweiligen Etappe bemühe ich mich um Antworten.

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Auflösung des Gewinnspiels

Ich fragte euch nach der Anzahl der gefahrenen Kilometer, der Menge an geschossenen Bildern und den gesendeten Trackingpunkten. Nun steht das Ergebnis fest: Vier der fünf besten Schätzungen kamen aus Oranienburg. Hut ab!

Die Auflösung: 3217 Kilometer haben wir im Auto zurückgelegt, haben dabei 4625 Fotos aufgenommen und 142 Trackingpunkte gesendet. Das macht eine Gesamtschätzzahl von 7984.

Das sind die besten zehn Teilnehmer (von 20) am Gewinnspiel:

  1. Sigrun (Oranienburg) //  -1037 (Abweichung zur korrekten Zahl)
  2. Daniel (Oranienburg) //  +1106
  3. Philipp (Schönfließ) // -1504
  4. Manuela (Oranienburg) // -1918
  5. Sebastian (Oranienburg) // -2044
  6. Ulrike (Potsdam) // -2234
  7. Victoriya (Krasnojarsk) // +2316
  8. Willi (Blankenfelde) // -2354
  9. Anne (Berlin) // -2462
  10. Caroline (Bergfelde) // -2536

 Wie versprochen, können sich die drei Erstplatzierten ein Foto von der Homepage aussuchen und bekommen dieses als Poster zugeschickt. Zusätzlich habe mich dazu entschieden, zwei weitere Bilder auf die Reise zu schicken: Caroline (Bergfelde) schätzte die Fotoanzahl am besten (4800) und Viktoriya aus Krasnojarsk lieferte den besten Tipp (144) bezüglich der Trackingpunkte. Der beste Kilometer-Tipp (3200 km) kam übrigens von der Gesamtbesten dieser Schätzrunde.

Die nächste Mitmachaktion gibt es im Dezember, aus Australien. Für die Halbzeit meiner Reise möchte ich darüber hinaus ein besonderes Gewinnspiel in Aussicht stellen, welches in Kooperation mit einem meiner Sponsoren über die Bühne gehen wird. Lasst euch überraschen.