Mit großen Schritten gehe ich auf die Halbzeit meiner Reise zu. Am 10. Januar steht das „Bergfest“ an, wenig später beginne ich bereits die 4. Etappe der Tour. Bisher wurden meine Hoffnungen um Längen übertroffen. Ich habe beeindruckende Naturschauspiele gesehen, Abenteuer erlebt und faszinierende Menschen kennengelernt. Bei weitem ist nicht alles erzählt. So steht für mich fest, dass ich ab Winter 2015/2016 auf eine (kleine) Vortragstour gehen werde (Termine folgen, für Ortsanregungen und Kontaktvermittlungen bin ich dankbar). Auch eine weitere Form der Darstellung meiner Erlebnisse schließe ich keinesfalls aus. Dazu später, wenn aus der Idee Realität werden sollte, mehr.

[separator type=““ size=“big“ icon=“star“]

Immer wieder werde ich gefragt, welches meine persönlichen Lieblingsfotos sind. Zugegeben, die Auswahl fällt mir schwer. Dennoch habe ich mich für zwölf Aufnahmen, meine derzeitigen Favoriten, entschieden. Meine Nummer 1 ist allerdings nicht dabei, da ich sie bisher noch nicht veröffentlicht habe. Das geschieht jedoch zeitnah, im Beitrag: ‚Bilder aus Australien, Part I‘.)

[separator type=““ size=“big“ icon=“star“]

Bei all der Freude und der Vielzahl an schönen Momenten ist „Südkreis“ auch ein Projekt, in dem viel Arbeit steckt. Seit 74 Tagen bin ich unterwegs. 42 Beiträge und 230 Fotos habe ich seitdem veröffentlicht. Oft sitze ich bis in die späten Abendstunden vor dem Computer, ordne Bilder und halte meine Gedanken fest. Ich mache das gerne. Seit den ersten Planungstagen, im Herbst 2013, bis zum heutigen Tag hat sich kein Prozentpunkt von meiner Motivation verabschiedet.

Rund 46.000 Kilometer habe ich seit Reisebeginn zurückgelegt. Darin enthalten sind sämtliche Flüge (30.800 Kilometer), Auto- (10.800 Kilometer) und Bahnfahrten (4400 Kilometer). 73 Nächte habe ich bisher außerhalb der Heimat verbracht. In dieser Zeit habe ich an 39 Orten und in 31 verschiedenen Betten geschlafen. Dazu kommen die Nachtruhen in Flugzeug, Hippiecamper, Zelt und Zug. Durchschnittlich verweilte ich 1,6 Nächte an einem Ort und genau darin liegt eine große Herausforderung auf dieser Reise, denn der Kopf reist (meist) langsamer, als der Körper. Physisch gesehen ist reisen leicht. Man begibt sich in das Transportmedium seiner Wahl und bewegt sich von A nach B. Doch die Psyche hängt stets ein paar Schritte (oder Tage) hinterher. Offensichtlich wird das nicht nur beim Beginn einer neuen Etappe, sondern vor allem auch im ‚Reisealltag‘. Es ist die permanente Wiederholung von fünf Schritten: ankommen, entdecken, da sein, losfahren, loslassen.

Auf längeren Reisen ist es daher von Vorteil, regelmäßig Pausen einzulegen, um Körper und Geist zu „synchronisieren“. Ich habe das bisher jeweils am Ende der Etappen gemacht: In Windhuk (drei Nächte) und Kapstadt (vier Nächte) legte ich längere Stopps ein. Bei meiner Ankunft in Sydney spürte ich, dass es erneut an der Zeit war, kürzer zu treten. Gesagt, getan. Zehn Tage habe ich in der Stadt verbracht. Vor allem die letzten fünf Nächte, im Haus einer Familie, waren sehr entspannt. Ich konnte mich erholen und meinen Kopf „aufräumen“. 36 Dinge kramte ich aus meinem Gedächtnis hervor und packte sie auf eine to-do-Liste. 28 Punkte davon sind mittlerweile abgehakt. Nun bin ich bereit für die nächsten Abenteuer!

[separator type=““ size=“big“ icon=“star“]

So geht es weiter

  • JANUAR Nach einem kurzen Stop in den ‚Snowy Mountains‘ geht es nach Melbourne und von dort aus nach Tasmanien. Dort werde ich mit einer rund 700 Kilometer langen Radtour entlang der Ostküste die 3. Reiseetappe beschließen. Ende Januar steige ich dann in ein Seekajak und begleite einen Trip in den abgelegenen Südwesten der Insel.
  • FEBRUAR Am 6. Februar verlasse ich Australien und fliege von Sydney nonstop nach Santiago de Chile. Es folgt die 5. Reisetappe: „Feuer & Eis, Wasser & Wüste – Chile, Land der Gegensätze.“ Die Tour wird mich, beziehungsweise uns, erst nach Patagonien und dann in die Atacama-Wüste führen.
  • MÄRZ Das große Finale: „Zwei Räder, eine Mission – mit dem Fahrrad vom Pazifik zum Atlantik.“ Zusammen mit einem guten Freund durchqueren wir Südamerika von Iloca (Chile) nach Bahia Blanca (Argentinien).
  • APRIL Die Rückkehr nach Berlin ist für den 3. April (Karfreitag) geplant.
Karte_klein

Etappenpunkt 6 steht unmittelbar bevor. (Stand: Anfang Januar 2015)