Wir stiegen auf 3230 Meter empor, kletterten auf steile Felsen, badeten im Ozean und sahen Tiere, die es in Deutschland nur im Zoo gibt. Drei Wochen war ich mit Martin in Südafrika unterwegs. Es war eine beeindruckende Zeit.

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2. Etappe: Der Schwerkraft entgegen – Luftige Wanderungen in Südafrika und Lesotho.

Auf einmal war es dunkel: Licht aus, Internet weg, Steckdose tot. „Oh, das hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Normalerweise passiert das sonnabends nicht“, sagte Allan, der Besitzer meiner Kapstadter Unterkunft, verwundert und tappste vorsichtig in Richtung Schrank. Wenige Minuten später war die Küche des Bantry Bay Guest Houses mit Kerzen und Solarlampen erhellt.

Südafrika hat weniger Strom zur Verfügung, als es in Spitzenzeiten benötigt. Deswegen werden, je nach Bedarf, Regionen vom Netz genommen. Die Einwohner werden vorab informiert und können sich so darauf einstellen. „Man gewöhnt sich dran. Es gibt hier viel größere Probleme“, lachte Alfred, ein schwarzer Taxifahrer, der mit seinen 66 Jahren noch täglich im Auto unterwegs ist. Sonst könne er sich das Leben nicht leisten. „Kapstadt ist verdammt groß und die Unterschiede sind gewaltig.“

Die Aussage des Taxifahrers lässt sich 1:1 auf gesamt-Südafrika übertragen: Der Staat hat eine riesige Fläche, ist größer als Deutschland, Frankreich, Belgien, Österreich und Tschechien zusammengenommen. Die sozialen Unterschiede im Land sind immens. Von schwerreich bis bettelarm reicht das Spektrum. Dieser Kontrast, der an vielen Stellen zu sehen ist, wird mir in Erinnerung bleiben. Neben der „dunklen“ Seite haben sich vor allem die faszinierenden Facetten der Natur eingebrannt. Gebirge, Wüsten, Savannenlandschaften und etliche Küstenkilometer machen Südafrika zu einem Eldorado für Naturliebhaber. Je nach Wunsch kann man sich einen abenteuerlichen Trip zusammenstellen oder entspannt, entlang der gut erschlossenen Hauptrouten, das Land erkunden.

Ich werde wiederkommen und bin gespannt, was sich bis dahin verändert hat.

Folgende zwölf Beiträge habe ich während der 2. Etappe veröffentlicht:

Das war unsere Route:

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Reisetipps

Viele Dinge lassen sich aus Reiseführern und dem Internet entnehmen. Die von mir gemachten Anmerkungen verstehen sich als Ergänzung, bzw. als persönliche Meinung.

An dieser Stelle möchte ich die Travel-Handbücher von Stefan Loose empfehlen. Diese Werke begleiten mich auf meiner Reise und haben mir schon häufig wertvolle Hinweise geliefert.

Sicherheit

Wie beschrieben, sind die sozialen Unterschiede im Land groß. Das führt dazu, dass die Kriminalität stärker ausgeprägt ist, als etwa in Namibia. Man sollte seine Augen offenhalten und ein Gespür dafür entwickeln, welche Ecken zu meiden sind. Besondere Vorsicht ist im Bereich großer Städte. Auf dem Land, besonders abseits der geteerten Straßen, sind die Menschen oft sehr hilfsbereit und freundlich. Dort hatten wir keinerlei Probleme.

Bei allen Warnungen und Hinweisen ist Südafrika, meiner Meinung nach, nicht als unsicheres Reiseland einzustufen.

Geld

Bezahlt wird mit Rand (R). Kreditkartenzahlungen sind fast überall möglich.

Fortbewegung

Im Gegensatz zu Namibia gibt es ein (brauchbares) öffentliches Verkehrsnetz, bestehend aus Bussen und (einigen) Bahnstrecken. Für die meisten Touristen wird der Mietwagen dennoch das bevorzugte Verkehrsmittel sein. Die Mietwagenpreise sind, besonders für kleine und mittlere Wagenklassen, günstig. Die Art des Wagens sollte der Strecke angepasst sein.

Unterkünfte

Speziell entlang der touristischen Hauptstrecken (etwa der Garden-Route) gibt es zahlreiche Unterkünfte. Im mittleren und oberen Preissegment gibt es eine große Auswahl. Backpackerunterkünfte haben wir, speziell im ländlichen Bereich, selten gesehen. Zelten ist generell eher unüblich (jedenfalls auf der von uns bereisten Route). Häufiger findet man Anlagen für Camper-Vans.

Sonstige Hinweise

Wie eingangs beschrieben, produziert Südafrika zu wenig Strom. Im Internet kann geprüft werden, wann und wo der Strom abgeschaltet wird.

Die technische Infrastruktur des Landes ist in die Jahre gekommen. Internet gibt es zwar vielerorts, doch die Übertragungsraten sind nicht immer ‚brauchbar‘. Oft ist Geduld gefragt.

Deutsche Handys funktionieren in Südafrika problemlos.