Seite an Seite rollen wir durch Südamerika, haben auf den bisher rund 700 Kilometern schon einige Abenteuer erlebt. „Zwei Räder, eine Mission“ ist dabei nicht nur ein anspruchsvolles Fahrrad-Projekt, sondern auch eine ganz persönliche Herausforderung für uns beide. Denn mit dieser Tour betreten Gerald und ich Neuland. Keiner von uns hat bisher eine vergleichbare Erfahrung gemacht. Doch uns motivieren die Liebe zum Fahrradfahren und die Abenteuerlust.

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Gerald – … sitzt fast täglich auf dem Rad. Für seinen rund zwölf Kilometer langen Weg zur Arbeit greift der 30-Jährige auf seinen Drahtesel zurück – bei Wind und Wetter. Doch seine eigentliche Leidenschaft gilt dem Mountainbiking. „Mich reizt die Abwechslung und die Bewegung in der Natur, an der frischen Luft.“ Der Leistungsgedanke steht für Gerald dabei nicht im Vordergrund. „Ich mag Herausforderungen. Aber an Wettkämpfen muss ich deswegen nicht unbedingt teilnehmen.“

Seine Mountainbiketouren führten den Informatiker in den Harz, das Erzgebirge und die Eifel. Seine längste Radtour dauerte vier Tage – es war eine Harzdurchquerung.

Torsten – Seit meiner Kindheit ist Fahrradfahren ein Teil meines Lebens. Spätestens 2003, als ich mir mein erstes Rennrad kaufte, entwickelte sich aus dem Interesse eine Leidenschaft, die zu kontinuierlichem Training führte. Ich kann nicht verleugnen, dass mich der Leistungsgedanke reizt. In Wettkämpfen suche ich den direkten Vergleich. Seit einigen Jahren konzentriere ich mich dabei auf eine Spezialdisziplin, das Zeitfahren. Besonders wohl fühle ich mich auf Streckenlängen bis zu 60 Kilometern.

Radtouren führten mich nach Australien, Irland, Italien, Österreich, Rumänien und in die Niederlande. Doch nie war ich dabei länger als zehn Tage unterwegs.


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Das sagt Gerald: „Ich betrete mit dieser Tour absolutes Neuland. Zum einen, weil es meine erste Fernreise ist. Zum anderen, weil ich noch nie so lange auf dem Fahrrad unterwegs war. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich vorher nicht wusste, was uns genau erwartet. (lacht) Ich dachte, dass es leichter wird, nachdem wir die Anden überquert haben. Es ist ein echtes Abenteuer.“

Das sagt Torsten: Mit dieser Querung erfüllt sich ein Lebenstraum für mich. Gleichzeitig ist es der Abschluss der Weltreise – es ist eine emotionale Tour für mich. Bisher kam ich allerdings kaum dazu, über irgendetwas nachzudenken, denn in erster Linie war es harte körperliche Arbeit –eine echte Herausforderung. Ein würdiges Finale. Mal sehen, was uns noch erwartet.“  
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getoEine vierwöchige Radtour ist für uns beide eine neue Erfahrung. Es ist ein Experiment und wir lernen (fast) täglich dazu. Etwa im Bezug auf die Streckenplanung und die generelle Logistik.

Bisher haben wir alle Herausforderungen erfolgreich gemeistert. Wir lachen und fluchen gemeinsam. Lassen wir uns überraschen, was in den kommenden Tagen und Wochen passiert. Solange wir unseren Humor nicht verlieren – das ist bisher noch nicht passiert – kann uns kaum etwas aufhalten. In diesem Sinne – Atlantik, wir kommen!