Der Südwesten Tasmaniens ist unberührt und abgelegen. Es gibt Regenwälder, viele Flüsse und Berge. Vergeblich sucht man nach Straßen oder Städten – sieben Tage benötigt man zu Fuß, um den nächstgelegenen Ort zu erreichen. Etwas schneller geht es mit dem Flugzeug. Allerdings: Geflogen werden kann nur bei gutem Wetter. Starke Winde, tief hängende Wolken und kräftiger Regen können Reisepläne durchkreuzen. Mitte Januar 2015 mussten zwei deutsche Wanderer fünf Tage ausharren, ehe sie ausgeflogen werden konnten. Ihre Erfahrung und die gute Ausrüstung retteten ihnen das Leben.

Ich bin bereit. Zusammen mit neun anderen Abenteurern steige ich am Sonntag (25. Januar) in eine Britten Norman Islander und verlasse die Zivilisation. Ohne Strom, fließendes Wasser, Handynetz und einem festem Dach über dem Kopf werden wir eine Woche – die geplante Rückkehr ist am 31. Januar – auf uns alleine gestellt sein. Mit dem Seekajak werden wir tief in den Südwest-Nationalpark eindringen. In einen Bereich, der zum UNESCO-Weltkulturerbe „Tasmanische Wildnis“ gehört und nur von wenigen Menschen besucht wird.

Der 'Flughafen' (eine Schotterpiste) von Melaleuca ist der Ausgangspunkt der Expeditionstour.

Der ‚Flughafen‘ (eine Schotterpiste) von Melaleuca ist der Ausgangspunkt der Expeditionstour.

Kommerzielle Anbieter, die Touren in den Südwesten der Insel durchführen, gibt es kaum. Unsichere Wetterlagen und eine aufwendige Logistik sind die Hauptgründe. „Mehr als acht Trips pro Saison können wir nicht durchführen“, erklärte mir Jenny. Sie ist die Mitinhaberin von Roaring 40s – einem preisgekrönten Anbieter von Seekajaktouren. „Die Fahrten in den Südwesten sind nie gleich.“ Je nach Witterung wird eine Route abgestimmt, mit Unabwägbarkeiten und extremen Situationen ist stets zu rechen – deswegen muss sich die Tour Expedition nennen. Ich unterschrieb, dass ich gesund und gut trainiert bin. Ferner musste ich meinen Impfausweis vorlegen und nachweisen, dass ich eine Auslandskrankenversicherung habe.

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Ihr könnt mich „begleiten“:
  • Jeden Abend (Ortszeit) werde ich mithilfe meines Satellitenempfängers ein Update und eine Positionsangabe verschicken*. Hier zu sehen: UPDATE.
  • Sicherheit und Spaßfaktor der Expedition hängen maßgeblich vom Wetter ab. Hier findet ihr aktuelle Informationen: WETTER & WARNUNGEN.

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Also, ich bin dann mal weg! Bis bald und drückt mir gerne die Daumen.

Auf dem Sprung ins Abenteuer.

Auf dem Sprung ins Abenteuer.

* Im Falle des Ausbleibens von Updates ist (höchtwahrscheinlich) der Akku leer.

Ein großer Dank gilt Roaring 40s Seakayaking. Sie ermöglichen mir die Teilnahme an dieser Expedition zu einem Freundschaftspreis.

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