Die erste Etappe meiner Weltumrundung ist geschafft: Drei Wochen war ich in Namibia unterwegs, habe 158 Videos aufgenommen, 2349 Bilder geschossen und 3100 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt. Zeit, ein kurzes Zwischenfazit zu ziehen und ein paar Hinweise zum Land geben.

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1. Etappe: Staubiger Auftakt – Spurensuche in Namibia.

Namibia wird mir vor allem als Land mit großen Weiten und eindrucksvollen Wüstenlandschaften in Erinnerung bleiben. Die hunderte Kilometer langen Fahrten durch die Kalahari und die Namib, bei großer Hitze und auf unbefestigten Straßen, haben mich sehr beeindruckt. Interessant waren zudem die Gespräche mit den Einheimischen und die Tatsache, dass es vielerorts noch Spuren der deutschen Kolonialzeit gibt. Speziell im Bezug auf die letzten beiden Punkte möchte ich darauf hinweisen, dass ich mehr Material gesammelt habe, als in diesem Blog zu lesen ist. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich diese Informationen, Bilder und Erlebnisse veröffentlichen.

Kurzum: Namibia ein sehr interessantes Land und auf jeden Fall eine Reise Wert!

Folgende 13 Beiträge habe ich während meines Aufenthaltes in Namibia geschrieben:

Das war meine Route:

3100 Kilometer bewegte ich mich durchs Land.

3100 Kilometer bewegte ich mich durchs Land.

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Reisetipps

Viele Dinge lassen sich aus Reiseführern und dem Internet entnehmen. Die von mir gemachten Anmerkungen verstehen sich als Ergänzung, bzw. als persönliche Meinung.

An manchen Tankstellen, hier bei Keetmanshoop, vertreiben Sicherheitsbedienstete herumlungernde Jugendliche.

An manchen Tankstellen, hier bei Keetmanshoop, vertreiben Sicherheitsbedienstete herumlungernde Jugendliche.

Sicherheit

Ich habe Namibia als sicheres Reiseland kennengelernt und hatte keinerlei Probleme mit Kriminalität. Aufpassen sollte man an Tankstellen und im Bereich der größeren Städte, speziell Windhuk. (siehe auch: Eine Frage der Sicherheit)

Geld

Bezahlt werden kann mit vier Währungen: Der alten und neuen namibischen Währung (namibischer Dollar, ND) und der alten und neuen afrikanischen Währung (Rand, R). Aufpassen: Während in Namibia mit ND und Rand (haben den gleichen Wert) bezahlt werden kann, wird der ND in Südafrika meist nicht akzeptiert.

Kreditkartenzahlung ist vielerorts möglich. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass Tankstellen oft nur Bargeld akzeptieren. Gleiches gilt für einige Unterkünfte, besonders in abgelegen Regionen. Beim Benutzen der EC-Karte zum Geldabheben muss beachtet werden, dass diese vor Reiseantritt bei der heimischen Bank für Namibia „freigeschaltet“ werden muss.

Fortbewegung

Wer individuell unterwegs sein will, braucht einen Mietwagen. Das Preisniveau ist, verglichen mit Südafrika, hoch. Der empfohlene Fahrzeugtyp richtet sich nach der genauen Route und dem Reisezeitraum (Regen- oder Trockenzeit). Ich hatte einen Toyota Corolla und bin pannenfrei über die Runden gekommen. Empfehlenswert ist allerdings ein SUV (z.B. Toyota RAV 4): Diese Fahrzeugklasse bietet in meinen Augen den besten Querschnitt aus Preis, Komfort und Pannenanfälligkeit. Ein „waschechtes“ Allradfahrzeug benötigt man eigentlich nur, wenn man abseits der Pisten unterwegs sein möchte.

Benzin ist in Namibia günstiger als in Deutschland und kostet rund 12 ND pro Liter (~ 0,86 Euro) [Stand: November 2014]. Anzuraten ist eine Karte, auf der die Tankstellen verzeichnet sind. Meine Empfehlung ist das Werk von Tracks 4 Africa.

Unterkünfte

In Windhuk ist die Auswahl am größten, aber auch auf dem Land gibt es ein dichtes Netz aus Campingplätzen, Lodges und Gästefarmen. Rechtzeitige Buchungen sind in der Hauptreisezeit (Mitte Juli bis Ende November) zwingend notwendig. Ich möchte an dieser Stelle gerne drei Empfehlungen aussprechen:

  • Die Klein-Aus Vista Lodge bietet vom Campingplatz bis zu Chalets am Berghang alle Facetten und fügt sich in die Berge des Klein-Aus-Gebirges ein. Wander- und (anspruchsvolle) Mountainbiketouren können unternommen werden und bieten spektakuläre Blicke. Piet, der zusammen mit seinem Bruder Wilhelm die Lodge betreibt, hat sein Herz am rechten Fleck und steht den Besuchern Rede und Antwort. (Achtung: Wer sich auf eine Radtour mit Piet einlässt muss davon ausgehen, nur sein Hinterrad zu sehen…)
  • Als sehr angenehm empfand ich auch die Namtib-Lodge in den Tiras-Bergen. Diese Unterkunft verbindet den rustikalen Charme eines Farmbetriebes mit den Vorzügen einer Lodge. Thorsten und Linn kümmern sich mit viel Herzblut um die Gäste und legen großen Wert auf nachhaltige Landwirtschaft. Die beiden zeigen einem auch die Wandermöglichkeiten, die es in den Tiras-Bergen zur Genüge gibt. Es gibt auch Zeltstellen auf dem weitläufigen Gelände.
  • Nach den langen Wüstenstrecken habe ich in Swakopmund eine gemütliche Bleibe gefunden, die zentral gelegen ist und einem bei allen Fragen weiterhilft. Insgesamt war ich für vier Nächte in der Pension A la Mer zu Gast – länger als an allen anderen Stellen. Ich denke, das spricht für sich…

Wildes Campen ist möglich. Allerdings sollten Campingplätze durchaus in Betracht gezogen werden. Die Anlagen sind oft sehr schön gelegen und weitläufig. Meist ist der einzige Unterschied zur freien Wildnis ohnehin nur das Vorhandensein einer Sanitärhütte. Mit rund neun Euro (pro Person) für eine Nacht sind die Campingplätze die preiswerteste Möglichkeit, in Namibia zu übernachten.

Sonstige Hinweise

Es gibt nur ein Mobilfunknetz in Namibia (MTC). Fast alle Ausländer, die ich unterwegs getroffen habe, konnten sich mit ihren mitgebrachten Handys nicht ins namibische Netz einwählen. Die Alternative ist der Kauf einer namibischen SIM-Karte.

Internet ist an vielen Stellen verfübar.