Der Blick auf den Kalender verrät es: In 40 Tagen ist meine Weltreise (bereits) vorbei. In den vergangenen Monaten haben sich Abläufe eingespielt, die derzeit mein Leben bestimmen. Doch damit ist es bald vorbei. Denn die 6. Reiseetappe, die im März beginnt, wird die bisherigen Systeme über den Haufen werfen. Deswegen möchte ich im heutigen Beitrag einen Blick hinter die Kulissen des Südkreis-Reiseprojektes geben.

Since October 2014, I am travelling around the world. This article allows a look behind the scenes of the project.


Planung / (Planning)

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Eine gute Karte ist goldwert. (A good map is invaluable.)

Karten studieren, Reiseführer lesen, Wetterberichte einholen. Eine gute Vorbereitung erleichtert das Vorankommen wesentlich. Außerdem hätte ich einige Orte ohne die intensive Recherche sicherlich nicht entdeckt. Die Gespräche mit Einheimischen und die Verwendung von Onlinekarten/Satellitenaufnahmen (z.B. Google Earth) helfen sehr. So wichtig die Planung ist, so aufreibend kann sie auch sein. „Was ist machbar, was ist vertretbar“, sind zwei Fragen, die immer wieder zu beantworten sind. Sicherheit steht an erster Stelle. Umso gewagter die Unternehmung ist, umso umfangreicher ist die Planung.

I spend many hours in planning my trips. Checking the weather forecast, reading travel books, studying maps. plenty of things are to do. Because of travelling (almost) alone and to remote places, a good preparation is necessary. Safety first.

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Training

Eine Leitlinie meiner Reise ist es, mithilfe der körpereigenen Kräfte abgelegene Regionen zu erkunden. Das geht nur, wenn ich fit bin. Deswegen gehört intensives Training von Anfang an dazu. Je nach anstehender Herausforderung (klettern, Rad fahren, kajaken) variiert das Programm. Mindestens viermal pro Woche bin ich sportlich aktiv.

Being active – like climbing, kayaking, cycling – is one of the guidelines of my project. Therefore, I need to be in a good shape. I train regularly, at least four times a week.

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Akklimatisationstraining auf 4050 Metern Höhe. (Training on 4050 m. Preparation for climbing a high mountain in Chile.)

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Film & Foto / (Photography & Video)

Die Dokumentation meiner Reise nimmt einen hohen Stellenwert ein. Bisher habe ich tausende Fotos und hunderte Videos aufgenommen. Für eine gute Aufnahme investiere ich viel. So bin ich unter anderem auf Felsen geklettert, in Flugzeuge gestiegen, habe mich auf schlammigen Böden gelegt und auf Schlaf verzichtet. Ein bisschen Glück und viel Geduld sind genau so wichtig, wie ein Auge für das Motiv.

The documentation of my travel has a high priority. That’s why I invest a lot of time and energy in taking photos. For a good shot I – inter alia – climb on rocks, abstain to sleep and lay on muddy ground.

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Aktive Reisezeit / (Active travelling time)

Unterwegs zeigt sich, ob die Vorbereitung gut (genug) war und mit welchen Überraschungen ich fertig werden muss. Die Herausforderung ist es, ein Gespür für die Region und ihre Bewohner zu entwickeln. Immer wieder muss(te) ich mich auf ganz unterschiedliche Gegebenheiten einstellen. Die Herausforderung ist gleichzeitig der Reiz und nicht immer ist der Spaßfaktor hoch. Aber: Um über ein Abenteuer berichten zu können, muss man es erlebt haben. Eine ordentliche Portion Selbstironie hilft.

Most of the time, I spend ‘on the road’. It’s a challenge, to get a feeling for a region and it’s residents. I try to travel open minded and humbly. Often, I have to improvise or to change my plans. I am about to leave my comfort zone, to see a special place or to experience an interesting adventure.

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Bei der Arbeit. (At work.)

Nachbereitung / (Wrap up)

Dieser Teil nimmt, neben der „aktiven“ Reisezeit, wohl die meiste Zeit in Anspruch. Mehrere Nächte verbrachte ich vor dem Laptop. Fotos sortieren und sichern, Artikel schreiben, Gesprächsprotokolle aufarbeiten. Langeweile kam nie auf. Immer wieder schob ich „Arbeitstage“ ein, in denen ich das Hotelzimmer nur zum essen verließ. Zur Nachbereitung gehört auch die Pflege der Ausrüstung. (Ich bin nicht besonders gut im Nähen. Aber einige Nähte habe ich schon erfolgreich repariert. Not macht erfinderisch.)

I read not a single page of the book, I brought from Germany. Fore a reason: There are many things to do. I have to sort and back up photos, write articles, look after my sponsors. Boredom is a loanword for me. Some days, I left the hotel just for eating. Moreover, I have to care about my equipment. Sometimes, creative solutions are required to fix the material. Learning by doing.


Kurzum, Südkreis ist keine sorglose Sommerreise, sondern ein Reiseprojekt. Neben all den schönen Momenten gibt es auch sehr arbeitsintensive Phasen. Dies ist eine Feststellung und keine Beschwerde. Die Tatsache, dass das nächste Reiseprojekt bereits in Planung ist, dürfte ein klares Statement sein. Oder? 😉

As you can see – “The Southern Circle” is a well planed travel-project and not a reckless summer-travel. Beside all the wonderful moments, there are phases of intensive work, too. But I love what I do. It’s a clear statement, that I already started planning the next travel project. Isn’t it? 😉 [Learn more about me and my project(s): www.weigelontour.com/eng or contact me.]