Stellt euch vor ihr liegt im Zelt. Alleine. Nur eine dünne Stoffschicht schützt euch vor der Außenwelt. Im Umkreis von mehreren Kilometern befindet sich kein Mensch und ihr freut euch auf einen erholsamen Schlaf. Doch was war das? Es knackt, es raschelt, aus der Ferne dringen absonderliche Laute zu euren Ohren. Hört mal rein…

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Wenn man gemütlich vor dem heimischen Computer sitzt, mag es lustig klingen. Nachts, alleine im Zelt, ist der Spaßfaktor ungleich geringer. Ich muss mich, wohl oder übel darauf einstellen, dass ich in Namibia und Südafrika nie so richtig „einsam“ sein werde. Der Klang der Tüpfelhyäne ist nur eine von vielen Möglichkeiten, für eine nächtliche „Soundkulisse“. Kapfüchse, Löffelhunde, Schabrackenschakale und Servals verschlafen den Tag und gehen dafür nachts auf die Pirsch. Und das ist nur eine kleine Auswahl…

Um den „Überraschungsfaktor“ zu verringern und den nächtlichen Adrenalinausstoß etwas zu bremsen, bereite ich mich so gut wie möglich auf das Kommende vor. Ich studiere die Verbreitungsgebiete der (größeren oder gefährlichen) Tiere und deren Eigenschaften. Das Positive: Fast alle Raubtiere vergreifen sich nur in besonderen Situationen an Menschen. Die Empfehlung lautet, nicht ohne Zelt draußen zu übernachten. Das hatte ich ohnehin nicht vor. Da kann der afrikanische Sternenhimmel so schön sein, wie er will. Meine Route ist übrigens so gelegt, dass Kontakte mit den „big five“ (Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe, Leopard) und „dangerous six“ (+ Flusspferd) so gut wie ausgeschlossen sind. Für Stirnrunzeln sorgen da eher Schlangen und anderes giftiges Viehzeug. Sicherlich, der Hyänenruf ist unangenehm, bedeutet aber eher keine Gefahr. Schlangen hört man nicht. Und wenn doch, dann hat man mitunter ein größeres Problem. Manche Begegnungen sollte man also tunlichst vermeiden…

Der Plan lautet: Gut belesen, Verhaltensmuster einprägen, nachts möglichst im Zelt bleiben (abends weniger trinken)! 😉