Die Akkus sind geladen, der Tank ist voll, die Wäsche ist sauber, die Elektronik geprüft und – ganz wichtig – die Vorräte sind aufgefrischt. Heute beginnt der wohl spannendste Teil meiner Namibiareise: die Durchquerung der Namib.

Diese Wüste ist Namensgeber des Landes und ziert viele Postkarten. Sie ist bekannt für spektakuläre Dünen, unglaubliche Weiten und lebensfeindliche Bedingungen. Nach meinen Erfahrungen in der Kalahari gehe ich mit großem Respekt auf die Reise. Wohl wissend, dass die Bedingungen in der Namib ungleich härter sind: Der feine Flugsand dringt in alle Ritzen ein und Stürme können Straßen innerhalb von kurzer Zeit verschwinden lassen. Sicherlich ist dieses Szenario nicht sehr wahrscheinlich (jedenfalls sagt das der Wetterbericht), doch ausschließen lässt sich das nicht.

Die Namib ist eine rund 2000 Kilometer lange Küstenwüste. So leicht, wie hier bei Lüderitz, gelant man allerdings nur selten ans Wasser.

Die Namib ist eine Küstenwüste. So leicht, wie hier bei Lüderitz, gelangt man allerdings nur selten ans Wasser.

Rund 600 Kilometer unbefestigte Straßen liegen vor mir. Erst wenn ich Walvis Bay erreicht habe, bin ich aus dem Schneider. Je nach Wetter und Qualität der Straßen plane ich drei bis fünf Tage für die Strecke ein. Mein Horrorszenario ist ein platter Reifen auf halber Strecke. Ich habe (nur) einen Reservereifen an Bord. Mehr wollte mir die Autovermietung nicht geben…

Sofern ihr wollt, könnt ihr euch (zumindest virtuell) auf den Beifahrersitz setzen: Ich werde regelmäßig Updates per Satellit verschicken und an „spannenden“ Stellen halbstündliche Positionsangaben versenden. Hoffen wir, dass alles gut geht.

Grün markiert ist die bisherige Route. Die roten Punkte beschreiben die Strecke der kommenden Tage.

Grün markiert ist die bisherige Route. Die roten Punkte beschreiben die Strecke der kommenden Tage. (Kartengrundlage: Welt-Atlas)